Am 09.03.2026 besuchte der Physik-Leistungskurs der Q2 die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Friedberg. Ziel des Tages war es, theoretische Inhalte aus dem Unterricht praktisch anzuwenden und einen Einblick in das Studium im Bereich der Elektrotechnik zu gewinnen. Begleitet wurden wir von unserem Physiklehrer Herrn Olemotz, der diesen Tag organisiert hatte.
Der Tag begann um 9:30 Uhr mit einem entspannten Get-together, dabei wurden wir von Professor Dr. Mink herzlich empfangen und erhielten in entspannter Atmosphäre mit Kaffee, Erfrischungsgetränken und Snacks erste Einblicke in studentische Projekte aus dem ersten Semestern. Besonders interessant war dabei ein Projekt zur erweiterten Einparkhilfe, bei dem ein Fahrzeug nach dem Einparken selbstständig seitlich bewegt werden kann, um beispielsweise enge Parklücken besser zu nutzen.
Im Anschluss folgte eine Sicherheitsunterweisung durch Herrn Shami, bevor wir in die praktische Arbeit eingeführt wurden. Dabei lernten wir den Umgang mit einem Funktionsgenerator sowie einem Digitaloszilloskop kennen, mit dem elektrische Signale sichtbar gemacht werden können. Im ersten Versuch beschäftigten wir uns mit sogenannten RC-Ladevorgängen. Dazu bauten wir eigenständig Stromkreise auf und untersuchten, wie sich Spannung und Strom beim Laden eines Kondensators verändern. Diese praktischen Experimente halfen uns, die theoretischen Inhalte aus dem Physikunterricht besser zu verstehen.
Ein weiteres Highlight war der Besuch des „Open A5“. Dabei handelt es sich um einen innovativen Makerspace auf dem Campus, in dem Studierende ihre Ideen mithilfe von 3D-Druck, Lasercutting, Nähen, Löten bis hin zur Elektrotechnik und Holzbearbeitung umsetzen können. Geführt wurden wir dort von Steffen Luther, der uns einige Projekte von Studierenden vorgestellt hat. Besonders spannend war, dass wir selbst aktiv werden konnten: Mit Lasercutting hatten wir die Möglichkeit, ein Physik-LK-Logo auf Holzscheiben gestalten zu lassen. Verwendet wurde dafür ein sehr gebündelter, starker Laserstrahl, der das Holz in runde Kreise schnitt und anschließend gravierte.
Am Nachmittag, nach einer Stärkung beim Mittagessen, folgte eine Campusführung mit Arndt Schieb. Dabei erhielten wir Einblicke in verschiedene Gebäude wie Hörsäle, Lernräume und die Bibliothek, die zahlreiche Lernmöglichkeiten bot. Wir sahen unter anderem die Absolventenglocke und besuchten eine Werkstatt für maschinelle Systeme.
Anschließend stellte Professor Dr. Mink den Studiengang Elektro- und Informationstechnik mit verschiedenen Job Möglichkeiten vor und beantwortete unsere Fragen rund um das Studium.
Danach ging es zurück ins Labor, wo wir weitere Experimente durchführten – diesmal zu Induktivitäten und sogenannten RL-Ladevorgängen. Bei den Versuchen wurde auch die zugrunde liegende Theorie erklärt, sodass wir die Ergebnisse besser nachvollziehen und erklären konnten.
Zum Abschluss beobachteten wir ein besonders anschauliches Experiment: Ein Magnet wurde durch ein Metallrohr fallen gelassen und dabei deutlich abgebremst. Ursache dafür ist ein induziertes Gegenfeld – ein Effekt, den wir so direkt erleben konnten.
Der Fachtag bot uns eine wertvolle Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und die Inhalte des Unterrichts anschaulich zu vertiefen. Besonders gut gefallen hat vielen die eigenständige Arbeit im Labor. Insgesamt konnten wir viel dazulernen und einen Einblick in ein Studium zu gewinnen.
Kendra Schröder (TG HL) und Marissa Eckardt (TG PA)










