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Büdinger Froschkönigin zu Gast in der Klasse 5d

Einen ganz besonderen Besuch erlebten die 26 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d am Büdinger Wolfgang-Ernst-Gymnasium: Die Büdinger Froschkönigin Tabea Isabelle I. kam auf Einladung von Klassenlehrerin Vanessa Dippel in den Unterricht. Anlass war ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Büdingen, bei dem die Kinder Dioramen zur Büdinger Froschgeschichte gestalten und sich mit der Bedeutung des Wassers für die Stadtgeschichte auseinandersetzen. Begleitet wurde die Froschkönigin von Arnika Haury, Leiterin des Stadtmarketings; auch die stellvertretende Schulleiterin Dr. Ann Kimes begleitete als Vertreterin der Schulleitung den spannenden Besuch mit großem Interesse.

„Als Schule ist es uns wichtig, Schülerinnen und Schüler für soziales und ehrenamtliches Engagement zu begeistern“, betonte Kimes. Die Büdinger Froschkönigin sei dafür ein schönes Beispiel: „Hier können die Kinder sehen, wie vielfältig solche Aufgaben sein können und dass man dabei nicht nur etwas für andere tut, sondern selbst auch viele bereichernde Erfahrungen macht.“

Die Klasse hatte sich gut vorbereitet und viele Fragen gesammelt, doch auch Froschkönigin Tabea Isabelle I. kam bestens gerüstet. In einer liebevoll gestalteten Präsentation erzählte sie von ihren Aufgaben und ihren Erlebnissen im Amt. Die Kinder wollten wissen, wie man Froschkönigin in Büdingen wird, ob sie viel reisen müsse, berühmte Persönlichkeiten getroffen habe und wie viel Zeit das Ehrenamt koste. Tabea Isabelle I. berichtete offen von Begegnungen mit anderen „Hoheiten“ wie Wein- oder Blütenköniginnen, von einem Empfang beim Ministerpräsidenten Boris Rhein und von Freundschaften, die bei solchen Treffen entstehen. Immer wieder betonte sie, wie viel Freude ihr das Ehrenamt bereite, auch wenn es Einsatz und Zeit verlange. „Das Schönste ist, meine Stadt zu repräsentieren und mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagte sie und ermutigte die Schülerinnen und Schüler, sich später selbst für ein Ehrenamt zu begeistern. „Bei der Büdinger Zukunft am WEG zu Gast gewesen zu sein“, sei für sie aber ein ganz besonderes Erlebnis gewesen.

Große Augen machten die Schülerinnen und Schüler, als die Froschkönigin im vollen Ornat in den Klassenraum schritt: In ihrem langen grünen Kleid und mit Diadem sorgte sie für Begeisterung. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Froschkönigin zu uns mit ihrem tollen Kleid kommt“, schwärmte Lotte, „am Ende haben wir sogar ein Autogramm und einen Anstecker bekommen“. Hanya interessierte besonders der Weg ins Amt und Aziz war beeindruckt, „weil ich vor einer berühmten Person stand“. Gemeinsam mit den Kindern faltete die Froschkönigin kleine grüne Springfrösche. Lia fand die Origami-Frösche „so zuckersüß und richtig cool, wie hoch sie gesprungen sind“. Moritz ergänzte: „Ganz schön schwierig zu falten, aber es hat richtig Spaß gemacht.“

Neben persönlichen Eindrücken vermittelte Tabea Isabelle I. auch viel über ihre Aufgaben. Privat singt sie und gehört einer Tanzgruppe an. Das seien alles Dinge, die ihr im Amt helfen. Sie verriet mit einem großen Lächeln im Gesicht, dass sie schon als Kind Märchen liebte und eine Prinzessin sein wollte; die Bewerbung auf das Amt als Büdinger Froschkönigin war damit nur eine logische Konsequenz dieser Leidenschaft und ein Kindheitstraum, der sich erfüllte.

Der Besuch stand im Zusammenhang mit dem Dioramen-Projekt der Klasse, die sie in der Kulturnacht ausstellen wollen. Vanessa Dippel erklärte: „Für die Kinder ist es wichtig zu erleben, dass ihre Arbeit eine echte Verbindung zur Stadt hat.“ In ihren Schauboxen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Stationen der Büdinger Froschgeschichte in der Kulisse des mittelalterlichen Büdingens, von der ehemaligen Sumpfburg mit ihren Wassergräben und Fröschen über den ehemaligen Stadtbrunnen am alten Rathaus bis hin zum Seemenbach und der Bruchwiese, einem Feuchtgebiet, das sich früher von der Burg bis zum heutigen Bürgerhaus erstreckte. Dabei entdeckt die Klasse, wie eng Wasser, Natur und Stadtentwicklung zusammenhängen.

Damit schlug Dippel den Bogen von der Froschgeschichte zum heutigen Umgang mit Wasser im Sinne der Blue Community Büdingen. „Der Frosch ist der Wächter des Büdinger Wassers“, betonte sie. Die Frösche seien dafür ein Symbol: „Wenn ihre Lebensräume erhalten bleiben, bleibt auch unser Wasserhaushalt gesund“, fuhr Dippel fort. So wurde der Besuch der Froschkönigin für die Klasse 5d nicht nur zu einer märchenhaften Begegnung, sondern zu einer Einladung, die eigene Stadt und ihre Geschichte besser kennenzulernen und Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen.

Foto: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d. Hinten links Dr. Ann Kimes, rechts die Froschkönigin Tabea Isabelle I.


Confidentia in futurum