Am Sonntagnachmittag startete unsere gemeinsame Abschlussfahrt am Frankfurter Flughafen mit dem Ziel Malta. Bereits nach der Landung wurde uns schnell klar, dass uns ein unerwartet tropisches Klima erwarten würde: Trotz der späten Uhrzeit schlug uns beim Aussteigen eine enorme Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit entgegen, die über die gesamte Woche unverändert blieb. Als Rettung erwiesen sich die immer wieder schönen und kühlenden Schwimmmomente direkt an der Küste von Bugibba, wo wir untergebracht waren und wo sich einige Schüler schon unmittelbar nach dem Hotel-Check-in abkühlten.
Das Wasser blieb auch in den folgenden Tagen unser wichtigster Begleiter. Ein echtes Highlight war die zweistündige, überaus spannende Kajakfahrt an der Gnejna-Bucht am Dienstag, bei der die Klasse vollen Einsatz zeigte, um die eindrucksvolle Insel vom Wasser aus zu erkunden. Am Mittwoch stand ein ökologisches „Beach CleanUp“-Programm auf dem Plan. Dies war zwar eine interessante Erfahrung, allerdings lag der Fokus der Aktion leider etwas zu sehr auf dem Durchsieben des Golden-Bay-Strandes mithilfe von Küchensieben. Dennoch war es eine wichtige Erfahrung im Bereich der Mikroplastik-Forschung.
Neben den Aktivitäten auf dem Wasser kam auch die Kultur nicht zu kurz. Auf unserem Programm standen die historisch wertvollen Städte Mdina und Valletta. In der alten Hauptstadt Mdina, die mit ihren beeindruckenden historischen Gebäuden faszinierte, brachten wir den Schülern die Geschichte spielerisch durch eine Stadtrallye näher – inklusive der kreativen Aufgabe, die „hässlichste Postkarte“ zu finden. Auch die heutige Hauptstadt Valletta beeindruckte uns nachhaltig durch ihre prachtvollen Straßen und architektonisch wertvollen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Hier war die Gruppe zeitlich zweigeteilt: Während ein Teil die Stadt bereits am Dienstagabend stimmungsvoll im Dunkeln erkundete, stand für die restlichen Schüler am Donnerstag der erste große Stadtrundgang an.
Die Abende spiegelten das Zusammenwachsen des Leistungskurses Politik und Wirtschaft wider. Um die vom vielen Schnorcheln gereizten Hälse zu schonen, organisierten die Schüler Teepartys auf den Zimmern oder fanden sich zu geselligen Runden mit dem UNO-Kartenspiel am Pool zusammen. Unseren letzten gemeinsamen Abend feierten wir bei kühlen Getränken in einer Rooftop-Bar mit spektakulärem Ausblick über die Stadt und das nächtliche Meer.
Vor der Abreise am Freitagnachmittag gab es noch ein obligatorisches Mittagessen im klimatisierten McDonald’s. Nach einiger Verspätung und spürbaren Turbulenzen auf dem Heimflug kam die Gruppe am Freitagabend schließlich wieder wohlbehalten in Frankfurt an.
Frau Grubbe und Herr Becker zeigten sich insgesamt sehr zufrieden mit dieser sechstägigen Studienfahrt. Es war nicht nur fachlich eine rundum gelungene Reise, sondern vor allem auch ein tolles soziales Erlebnis, das das Zusammenwachsen des Leistungskurses Politik und Wirtschaft nachhaltig gefördert hat.
Lenja Winter/ Jochen Becker (Tutor)











