Wir übernehmen soziale Verantwortung

Zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 wurde der Arbeitskreis „Soziale Verantwortung“, zusammengesetzt aus Schülern, Lehrern und Eltern gegründet. Ziel soll es sein, soziales Engagement an der Schule nachhaltig zu fördern. Dabei sollen die Schüler ein stärkeres Mitsprache- und Entscheidungsrecht bekommen, um die Bereitschaft zum Engagement sowie eine stärkere Identifikation mit der Schule zu fördern.

Aktuell beschäftigt sich der Arbeitskreis mit folgenden Schwerpunkten:

  • Begrünung des Schulgeländes
  • Sauberkeit und Mülltrennung
  • Nachhaltiger Konsum
  • Soziale Projekte in und um Büdingen sowie in Rumänien, Kenia und Brasilien.

Hier ein kurzer Einblick in die dafür erstellten Konzepte, deren schrittweise Umsetzung auf dem Weg ist:

Begrünung des Schulgeländes

Ein massiver Verlust biologischer Vielfalt kennzeichnet unsere gegenwärtige Lebenswelt. Die Gründe sind vielfältig und notwendige Gegenmaßnahmen komplex. Die Schaffung neuer Lebensräume auf öffentlichen Flächen leistet hier einen begrenzten, jedoch sehr wertvollen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.
Schulgelände sind hierfür besonders geeignet. Die Einbindung der Schüler in die bewusste Gestaltung im Sinne des Natur- und Artenschutzes erzielt Multiplikatoreffekte mit langfristiger Wirkung in der Gesellschaft. Ebenso profitiert die Schulgemeinde durch neu geschaffene Lernorte. Das Konzept erschließt vielfältige Unterrichtsanknüpfungen für Lehrende verschiedener Fachbereiche unmittelbar auf dem Schulgelände. Die Schüler lernen handlungsorientiert direkt in der Natur und entwickeln zusätzliche Kompetenzen, die ein an den Klassenraum gebundener Unterricht in dieser Weise nicht unterstützen kann: Zusammenhänge von Natur und Mensch werden auf dem Schulgelände erfahrbar, das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt gestärkt.
Der Arbeitskreis „Soziale Verantwortung“ hat ein Begrünungskonzept entwickelt, welches arbeitsintensive Flächen in innovative Lernorte verwandelt, die eine gesteigerte Attraktivität und Aktivität des Wolfgang-Ernst-Gymnasium ausstrahlen werden. Für die Umsetzung durch die Schulgemeinschaft bedarf es noch der Genehmigung durch den Wetteraukreis.

Sauberkeit

Die in der Schule verbrachte Zeit dauert für die Schüler oft bis weit in den Nachmittag, sodass die Schule nicht mehr nur Lernort, sondern auch Lebensraum ist. Diesen gilt es so zu gestalten, dass sich alle hier wohlfühlen können. Neben dem Elternhaus ist die Schule der Ort, wo Kinder und Jugendliche lernen, verantwortungsvoll mit dem gemeinschaftlichen Eigentum umzugehen sowie sich für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen.
An unserer Schule ist es Tradition, dass die Oberstufe für die Sauberhaltung des Foyers und der Cafeteria zuständig ist. Ab diesem Schuljahr übernehmen auch Mittel- und Unterstufe Verantwortung, und zwar für den Außenbereich des Schulgebäudes und selbstverständlich unter Wahrung der erforderlichen Sicherheitsregeln.

Mülltrennung

Umwelt- und Klimaschutz sind ein heißes Thema. Als Bildungseinrichtung sind wir dazu angehalten, Kinder und Jugendliche für ein zukunftsfähiges Verhältnis zur Natur und einen verantwortungsvollen Umgang mit den begrenzten natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren. Grundlage hierfür soll das praktische Beispiel vor Ort sein.
Hierfür wurde ein effektives Mülltrennungskonzept entwickelt. Überall im und um das Schulgebäude soll die Möglichkeit zur Mülltrennung geschaffen werden. Angestrebt wird folgende Jahresmengenbilanz: Papier – 55% , Kunststoff – 35% , Biomüll – 5% , Restmüll – 5% .
Der Erfolg des Unternehmens setzt eine gezielte Sensibilisierung voraus, wobei unsere Schüler involviert sein werden.

Nachhaltiger Konsum

Unser Konsumverhalten bestimmt die Zukunftsperspektiven der jungen Generationen. Dieses Thema ist deshalb fest in unseren Lehrplänen verankert. Auch hier sind wir darum bemüht, unseren Schülern ein praktisches Beispiel zu geben. In Kooperation mit der Schülervertretung engagiert sich der Arbeitskreis „Soziale Verantwortung“ für ein nachhaltiges Angebot in der Schul-Cafeteria, insbesondere klimafreundliche und gesunde Lebensmittel sowie Mehrweggeschirr. Neben der Bewusstmachung der Konsequenzen eines unreflektierten Konsumverhaltens streben wir die Regelung eines nachhaltigen und gesunden Konsumverhaltens auch über die Preisgestaltung an.

Soziale Projekte

Unsere Schülerinnen und Schüler unterstützen Hilfsprojekte in Kenia, Brasilien und Rumänen sowie im näheren Umfeld der Schule über freiwillige und selbstgewählte Initiativen.
Zudem setzen sie sich aktiv für eine angenehme Atmosphäre an der Schule ein. So unterstützen sie kulturelle Angebote wie Theater und Konzerte durch ein ansprechendes Catering. Dies ist eine alte Tradition an unserer Schule. Einen neuen besonderen Stellenwert im gemeinschaftlichen Engagement für die Schule wird das oben vorgestellte Begrünungskonzept einnehmen.

Durch die aktuelle pandemische Situation werden oben genannte Prozesse zwar gehemmt, jedoch nicht aufgehalten. Sie verlieren hierdurch nicht an Notwendigkeit. Im Gegenteil, das gemeinsame Einstehen für soziale Zwecke ist aktuell wichtiger denn je. Es fördert den sozialen Zusammenhalt.

Confidentia in futurum